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Orange

Bei der Anreise aus Deutschland markiert Orange für mich den Punkt, ab dem ich mich richtig in der Provence befinde. Die Vaucluse reicht freilich noch ein Stück weiter nach Norden.

Als Tourist sucht man in Orange wahrscheinlich römische Baudenkmäler.

Vaison la Romaine liegt circa 25 km nord-östlich von Orange. Mit dem genau südlich gelegenen Avignon und Carpentras im Süd-Osten, bildet Orange ein beinahe gleichschenkliges Dreieck. Von Isle sur la Sorgue liegt Orange ein bisschen zu weit entfernt für einen kurzen Abstecher. Aber wenn man sich nicht zu lange aufhält, kann man von Orange aus über die Autobahn schnell Avignon erreichen und beide Städte am gleichen Tag heimsuchen.

Sérignan du Comtat:
Site officiel
Jean-Henri Fabre:
Offizielle Homepage

Östlich von Orange liegt Sérignan. Dort steht das Haus des französischen Universalgelehrten Jean-Henri Fabre. Dieses Anwesen mit Museum und umliegenden Garten verdient allerdings ernsthaft einen Besuch. Jean-Henri Fabre wurde mit Alexander von Humboldt verglichen. Mir kamen beim Besuch in Sérignan Erinnerungen an die Edison & Ford Winter Estates in Fort Myers, Florida... Wer dort unbedingt hin will, kann also viel einfacher vor der Haustür in Sérignan die Hinterlassenschaften eines großen Botanikers, Insektenforschers, Dichters, Literaten, Malers und Musikers bewundern (ohne, dass einem ständiges Have Fun bald aus den Ohren quillt).

Mäßig begeistert

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Nach mehreren Besuchen in Orange reduziert sich die Antwort auf die Frage Warum? auf dies: Augustus
... und was auch in den anderen Städten der Provence alltäglich ist; nette Cafees und Restaurants vor denen man in der Sonne sitzen kann.

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Die echten römischen Baudenkmäler von Orange sind im gleichen erbärmlichen Zustand wie anderenorts. Ich habe sie gesehen und kann mich nicht mehr dafür begeistern.

Das berühmte Theater zähle ich nicht zu den echten Baudenkmälern, weil seine Restaurierung im neunzehnten Jarhundert eher ein Neubau war. Aus Orange nimmt man darum bestenfalls einen Eindruck, nicht aber die Erfahrung römischer Baukunst mit.

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Wenn ich mir den nachgemachten Kaiser lange genug ansehe, höre ich ihn fast laut und verzweifelt sprechen: Varus, gib mir meine Legionen wieder.

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Wie die Arenen und Theater in Arles und Nîmes, hat auch das Theater von Orange große Bedeutung als Geldeinnahmequelle für die Stadt. Aufgrund seiner Größe eignet sich der Bau auch für Rock-Konzerte und ähnliche Spektakel.

Aber er steht hier an seinem angestammten Platz: Augustus.
Die Nachbildung seiner Statue kontrastiert nett mit dem allgemeinen Verfall. 2004 stand das Theater noch so da wie auf den Fotos oben. Allerdings haben Planungen begonnen, dem strapazierten und in vergangenen Jahrhunderten ständig missbrauchten Gebäude jetzt auch noch ein Dach zu verpassen. Man sollte sich mit dem Besichtigen besser beeilen.


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