
Unter dem Namen Les Baux
kann man sich
verschiedene Dinge vorstellen: ein Dorf, die Ruine einer
mittelalterlichen Burg, eine Landschaft oder das Felsenplateau, von
dem aus man das alles bestaunt.
|
Mir persönlich gefällt in Les Baux das Plateau mit seiner herrlichen Aussicht am besten. |
|
Wenn mein Hotel in Arles steht, liegt Les Baux hinter Montmajour und Fontvieille, gleich
neben St. Rémy de Provence. Wer sich für die
antiken Reste von Komme ich von Norden aus der Vaucluse (vielleicht aus Isle Sur la Sorgue, weil ich aus irgendeinem Grund über Cavaillon gefahren bin), aus Apt oder aus dem Luberon, um Arles oder die Camargue zu besuchen, liegt Les Baux genau so auf dem Weg. Spätestens auf der Rückfahrt in der Abenddämmerung lohnt sich der Abstecher. |
Provence Web:
Karte |
Lange Zeit war Les Baux für mich der schönste Platz in
der mir bekannten Provence. Das hat sich allerdings geändert,
seit ich dort lieber einsamere Gebiete für kurze und
längere Wanderungen aufsuche. Mittlerweile finde ich viele
Orte in der Provence reizvoller, als Les Baux. Hierher kommt man
nur zum Gucken, nicht, um etwas zu unternehmen
Wie alles in der Provence, haben die Ortschaft und die Burg eine
bewegte Vergangenheit. Darüber informiert man sich am
leichtesten an Ort und Stelle. Der Zugang zur Burg und dem Plateau
von Les Baux kostet Eintritt. An der Kasse wird aber auch ein
elektronischen Guide
ausgehändigt. Der Guide
erklärt auf Wunsch in Deutsch alle Sehenswürdigkeiten.
Dieses Angebot sollte man annehmen. Die gesprochenen
Erläuterungen sind gut und auch nicht langweilig. Über
die Detailtiefe der Erklärungen kann an vielen Stellen
entschieden werden.
Ich war schon einmal an Weihnachten hier. Seitdem bin ich auch
der Meinung, dass der Winter die beste Zeit ist, um diese Gegend zu
besuchen.
Den traditionsreichen Weihnachtsgottesdienst in der Kirche von Les
Baux werde ich aber zukünftig auslassen. Man geht mit der
schönsten feierlichen Stimmung hinein und kommt blöde
grinsend wieder heraus. Muss nicht.
In der Ortschaft Les Baux können, wie fast überall in
der Provence, tonnenweise Souvenirs eingekauft werden. Dazu
gehören fast alle erdenklichen Lavendelprodukte (inklusive
Likör-, doch der Laden liegt etwas versteckt in einer
U-förmigen Seitengasse) und Textilien in traditionellen
Farben. Die Tischdecken sind gut, aber für Junggesellen
hält sich der Bedarf in Grenzen... Der Jacquard, der hier noch
vor Jahren auf alte Weise Stoffe gewebt hat, ist leider nicht mehr
zu finden. Süßigkeiten gibt es auch, doch dafür
hält schließlich die Stadt Aigues Mortes den Overkill bereit.
Ich esse auch jedes Mal in Les Baux zu Mittag. Über die
Qualiät von Restaurants werde ich keinen Vergleich anstellen.
Mir hat es bisher überall geschmeckt, nur Preise und Mengen
haben sich unterschieden. Urlaub. Basta.