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Avignon

Avignon ist eine historisch bedeutsame Stadt im Westen der Provence, direkt an der Rhône gelegen.

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Ich komme nach Avignon, um zwischen längeren Wandertouren bei schönem Wetter einen anspruchslosen Bummel zu unternehmen. Die Stadt ist von L'Isle sur la Sorgue aus schnell erreicht und ihr Besuch lässt sich gut mit der Besichtigung von Orange im Norden verbinden. Freilich reicht ein Tag gar nicht, um alles zu sehen und schon gar nicht, um das ganze kulturelle Angebot von Avignon zu verdauen.

Eine Stadt mit viel Draußen

Die Anfahrt nach Avignon wird erst auf den letzten Metern interessant. Es geht darum, eine Parkmöglichkeit zu finden. Weil es mir die geringsten Schwierigkeiten macht, wenn ich gleich ins Parkhaus unter dem Papstpalast fahre, kann ich heute gar nicht sagen, wo man das Auto sonst noch gut hinstellen kann. Jedenfalls bin ich so gleich an Ort und Stelle für das größte Touristenspektakel, das Avignon zu bieten hat.

Am Place du Palais steht natürlich der Papstpalast. Nach einem Besuch im Inneren bin ich mehr von der Höhe des Eintrittsgeldes beeindruckt, als von der Besichtigung der kahlen Gemächer.

Allerdings wird der Papstpalast auch häufig für interessante Ausstellungen genutzt. Eine bedeutende Sammlung alter italienischer Malerei befindet sich ständig im Petit Palais, am nördlichen Ende der Place du Palais.

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Den riesigen Bau des Papstpalastes kann man kaum schön nennen, darum schaue ich gerne auch mal zum Hôtel de la Monnaie auf der anderen Seite herüber.

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Für jemanden, der sich lieber draußen aufhält, ist das Beste am Papstpalast der Garten über dem Rocher-des-Doms. Erstens lädt er zum Faulenzen ein, zweitens hat man von dort oben eine prima Aussicht in die Vaucluse und zur anderen Rhôneseite.

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Die Bäume, über denen das Fort St-André im linken Bild aufragt, stehen auf der langen Insel, die hier zwischen Villeneuve-lès-Avignon und Avignon in der Rhône liegt. Im rechten Bild geht der Blick nach Nordosten zum mächtigen Mont Ventoux. Bereits von Avignon aus erkennt man mit bloßem Auge das weite Kalkschotter-Feld unterhalb des Gipfels.

Ich warne immer wieder davor, in der Provence öffentliche Toiletten zu vermuten, wo ein kleines Häusschen im Freien darauf schließen lässt... Im Park oberhalb des Papstpalastes gibt es auch so etwas. Ich habe alles gesagt...
Statt dessen kann man sich etwas beeilen und zum Pont St-Bénézet hinunter gehen. Die Brücke ist nicht bloß wegen der tadellos gepflegten Toiletten neben dem Eingang einen Besuch wert.

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Die meisten Bögen der Brücke haben der Rhône nicht standgehalten; der heutige Pont St.Bénézet ist nur noch ein Rest.

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Über die Geschichte der Brücke von Avignon und der Doppelkappelle St. Nicolas/St. Bénézet informiert ausführlich und nicht langweilig ein elektronischer Guide, den man beim Eintritt (bzw. Austritt) zur Brücke mitnehmen kann.

Darüber hinaus kann man auch anderswo in Avignon prächtig Zeit totschlagen. Einige der historischen Gebäude sind nicht so alt, wie man das gerne hätte-, schließlich war die Revolution bemüht, die meisten Sakralbauten und gleich auch die Erinnerung an über 400 Jahre päpstlicher Herrschaft zu eliminieren.
Die Stadt ist auch nicht ganz so groß, wie ihr Ruf anfangs vielleicht vermuten lässt. Aber es gibt alle möglichen Geschäfte und auch nicht bloß eines von jeder Sorte...

Weil es hierher passt, noch ein Winterfoto aus Avignon: der Pont St-Bénézet wieder vom Rocher-des-Doms aus (vergleiche mit dem Foto von oben ). Man stelle sich zu den kahlen Bäumen noch einen kalten Winterwind vor... Bei dem Licht und ohne Kamera kann man Avignon bei jeder Temperatur genießen.

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Gleicher Winter, anderes Motiv. Das Rathaus mit dem Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert. Auf der Spitze schlagen lebensgroße Figuren (Jacquemarts) die Stunden.

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Wer es noch nicht gesehen hat, kann von Avignon aus noch das einen Katzensprung entfernte Villeneuve Lès Avignon besuchen.


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